Vom 11.05.-12.05.20 fand die Predictive Analytics World (PAW) for Industry 4.0 statt. Es ist die führende herstellerunabhängige Konferenz für angewandtes maschinelles Lernen für die Industrie 4.0. Es trafen sich Anwender aus der Wirtschaft, Entscheidungsträger und Experten im Bereich von Predictive Analytics, um die neuesten Trends und Technologien im Bereich des maschinellen und tiefen Lernens für das Zeitalter des Internet der Dinge und der künstlichen Intelligenz zu entdecken und zu diskutieren.

Geplant war die Konferenz ursprünglich als physisches Event in München. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen rund um den Globus, verlegte der Veranstalter das Event kurzerhand in den virtuellen Raum. Und das mit großem Erfolg! „Die Konferenz wurde zwar in den virtuellen Raum verlegt, aber hat überhaupt nicht am Faktor persönliche Nähe verloren. Es waren sogar Speaker aus Indien und Michigan dabei. Es war noch nie so einfach, Menschen weltweit zusammenzubringen, ohne dabei viel Geld und Zeit zu verlieren.“, sagt Yannik Henke voller Begeisterung für das Event.

TecAlliance präsentierte als einer von 17 ausgewählten Unternehmen auf der Predictive Analytics World for Industry 4.0 seine Case Study „How TecAlliance Built a B2B Recommender System for the Automotive Aftermarket“ nebst Unternehmen wie Bosch, BCG und Munich Airport. Dr. Bartosch Belkius, Vice President Analytics und Yannik Henke, Student Bachelor of Science (Business Informatics) stellten in ihrem Vortrag vor, wie TecAlliance ein B2B Recommender-System für den Automotive Aftermarket entwickelte. Die Basis dafür legten Webanalyse Daten im Rahmen einer Assoziationsanalyse. Bei Amazon funktioniert ein solches Recommender-System ja bekanntlich sehr gut. Die Herausforderungen einer Adaptation für den Automotive Aftermarket liegen in der Komplexität der in diesem Markt gehandelten Produkte. Daneben müssen die angezeigten Ergebnisse auch noch explizit für das in der Suche herangezogene Fahrzeug passend sein.   Die Die Assoziationsanalyse gestaltet für Konsumgüter gestaltet sich deutlich einfacher. Die beiden Analytics Experten haben diese Herausforderung brillant gemeistert und verschaffen den Werkstätten damit erhebliche Vorteile. Denn diese müssen nicht mehr manuell zusammenhängende Artikel durchsuchen, sondern erhalten einen Vorschlag für ähnliche, häufig gesuchte Artikel, die mit dem angezeigten verwandt sind. Insgesamt führt dies zu einer massiven Zeitersparnis und einer besseren Prozessgestaltung.

Außerhalb der Sitzungen hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit anderen Teilnehmern, Referenten und Sponsoren zu unterhalten oder 1:1-Treffen zu vereinbaren. Dafür besuchten sie einfach deren Profile in der Smartphone-App, sendeten ihnen eine Textnachricht oder vereinbarten ein Zeitfenster für einen privaten Videoanruf (z.B. über den eigenen Zoom-Link, Google Hangout, Microsoft Teams etc.). Zusätzlich dazu gab es ein Community Board, wo zu verschiedenen Themen gepostet und diskutiert wurde. Trotz der Verlagerung in den virtuellen Raum, ist es den Veranstaltern also gelungen, das proaktive Netzwerken zu fördern und die persönliche Atmosphäre beizubehalten.

„Am Sonntagabend vor der Konferenz haben sich alle Speaker virtuell getroffen und zusammen auf ein erfolgreiches Event angestoßen – durch den Bildschirm. Man hat sich direkt willkommen gefühlt. Der Moderator hatte zu jedem Speaker eine ganz persönliche Einleitung vorbereitet, die genauestens auf den Keynote-Inhalt passte. Das hat mir wirklich gut gefallen.“, so Dr. Bartosch Belkius rückblickend auf die Atmosphäre während der Konferenztage.