Standardisierte Daten für den indischen Automotive Aftermarket: Hella India Lighting Ltd. lädt alle indischen Stakeholder zur Nutzung des TecDoc Catalogue ein!

In diesem zweiten von drei Interviews spricht Rama Shankar Pandey, Managing Director von Hella India Lighting Ltd. und Vorsitzender des Aftermarket-Komitees der indischen Automotive Component Manufacturers Association of India ACMA, mit uns über die Herausforderungen innerhalb der Wertschöpfungskette des indischen Automotive Aftermarkets.

Erfolgreiche langfristige Bündnisse erfordern Vertrauen und, dass auf allen Ebenen die „Chemie“ stimmt. TecAlliance ist stolz darauf, gemeinsam mit Hella India Lighting Ltd., einem der ersten TecDoc-Datenlieferanten in Indien, den Grundstein für die Datenstandardisierung und -digitalisierung in Indien zu legen. Wir arbeiten mit der ACMA an einer gemeinsamen Datenbanklösung, einer lokalen Version des TecDoc Catalogues, um damit die Digitalisierung des indischen Automotive Aftermarket voranzubringen.

Können Sie etwas zu den Schwierigkeiten sagen, mit denen Ihr Vertrieb im Augenblick auf Ihrem heimischen Markt zu kämpfen hat?

Rama Shankar Pandey: Die Arbeit als regionaler Vertriebsleiter eines indischen Ersatzteileherstellers, wie z.B. Hella, ist sehr anstrengend aber auch sehr interessant. Es geht natürlich immer darum, die Kundenbasis zu erweitern. Die Gesamteffizienz, d.h. viele Kundenbesuche pro Woche durchzuführen und hierbei, das Interesse an unseren Produkten zu wecken, entscheidet über den Erfolg und die Entwicklung des gesamten Unternehmens. Ein Vertriebsleiter bei Hella India besucht am Tag im Durchschnitt acht bis zehn Kunden, um die Nachfrage nach Ersatzteilen bei Lieferanten, Einzelhändlern und Werkstätten anzuregen. So bekommt er viele Insights in die Fragestellungen der Branche. Den Teilelieferanten kommt im indischen, wie auch im weltweiten Ersatzteilemarkt, eine große Bedeutung zu.

Wie ist der indische Ersatzteilemarkt aktuell organisiert? Wie ließe sich die Situation verbessern?

Rama Shankar Pandey: Es fehlen noch immer ausreichende Organisationsstrukturen und -prozesse. Dazu ein einfaches Beispiel: Viele Händler verfügen über große Lagerbestände, die wirtschaftlich nicht rentabel sind. Zusätzlich sind diese oft nur wenig organisiert. Andere Händler haben viel zu geringe Lagerbestände, was zu Unzufriedenheit bei den Kunden führt. Schließlich kontaktiert der Händler den Lieferanten, leider werden aber aufgrund falscher Zuordnungen oft die falschen Teile versendet. Die Gesamtsituation sorgt dann auf beiden Seiten für Unmut. Wie lässt sich die Situation verbessern? Wir müssen dafür ja nicht das Rad neu erfinden! In anderen Ländern und Märkten gibt es bereits gut funktionierende Lösungen. Im Endeffekt geht es vor allem darum, den Automotive Aftermarket in Indien gut aufzustellen. Indische Fahrzeugbeschreibungen sind sehr einfach. Im Moment verlinken wir sie auf die TecDoc-K-Typen. So können wir später sehen, welche Ersatzteile überhaupt vorhanden sind und welche Marken oder Hersteller diese verkaufen.

Wie kann TecAlliance Hella India dabei unterstützen, die Situation zu verbessern?

Rama Shankar Pandey: Für uns ist TecAlliance die international treibende Kraft für standardisierte Daten, digitale Prozesse und integrierte Lösungen im Automotive Aftermarket. Für uns ist das ein wichtiger Grund, Teil des TecAlliance Ökosystems zu werden. Wir freuen uns also sehr, mit der ACMA und mit TecAlliance an einer gemeinsamen Datenbanklösung zu arbeiten. Eine lokale Version des TecDoc Catalogues bringt die Digitalisierung des indischen Automotive Aftermarket auf den Weg. Wir sind zuversichtlich, dass Händler, aber auch Mechaniker und Werkstattinhaber davon profitieren werden. Vor allem die jungen Mechaniker, die jetzt an den neuen Fahrzeugmodellen geschult werden. Wenn neue, moderne Fahrzeuge auf den Markt kommen, wird es immer mehr Teile und Ausstattungsvarianten geben, und sie werden viel mehr Elektronik beinhalten. Mit welchen Herausforderungen werden Unternehmen in dieser hoch entwickelten digitalen Landschaft konfrontiert?  Elektrofahrzeuge, Connected Cars, und der Internethandel können, unter anderem, in den nächsten 10 bis 20 Jahren zu einer Umverteilung der Aftermarket-Gewinne entlang der Wertschöpfungskette führen und die Branchenlandschaft verändern. Für den indischen Aftermarket liegt darin die Zukunft.

Rama Shankar Pandey, Geschäftsführer der Hella India Lightning Ltd. sowie Vorsitzender des Ausschusses für den Aftermarket beim indischen Verband der Automobilzulieferer ACMA.

Rama Shankar Pandey, Geschäftsführer der Hella India Lightning Ltd. sowie Vorsitzender des Ausschusses für den Aftermarket beim indischen Verband der Automobilzulieferer ACMA.

Wie sehen Sie Hella India in dieser neuen und spannenden Entwicklung aufgestellt? Und wie sieht Ihre Vision für die Zukunft aus?

Unsere Teams bei Hella India sind vollauf begeistert und engagiert. Wir nennen die Zukunft „Aftermarket 2.0“. Die Vielfalt an technischen Daten aller aktuellen Fahrzeughersteller in den Bereichen Reparatur, Mechanik, Wartung und Diagnostik ist riesig. Eine Aufgabe ist es, diese Daten dem Markt zunutze zu machen. Am Anfang steht die eindeutige Zuordnung der Ersatzteile zu den Fahrzeugen. Aber es ist genauso wichtig zu wissen, WIE die Ersatzteile zu einzubauen und zu reparieren sind.

Ich habe einen Traum, eine Art Vision: auch in Indien eine Aftermarket-Community aufzubauen, sodass die gesamte Branche sich zuerst organisiert, dann standardisiert und schließlich digitalisiert. In diesem Prozess spielt Hella-India eine entscheidende Rolle. Ich kann all unseren Stakeholdern nur empfehlen: Werden Sie Teil dieses Ökosystems und der Plattform und helfen Sie so mit, einen organisierten, standardisierten und digitalisierten Aftermarket 2.0 zu schaffen!

Vielen Dank für das Interview, Mr. Rama Shankar Pandey.

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