Hella und ACMA unterstützen tatkräftig unsere Bemühungen, den TecDoc Catalogue nach Indien zu bringen und dort den KFZ-Ersatzteilemarkt zu digitalisieren

Auf der AutoExpo 2020 in Delhi sprachen wir mit Rama Shankar Pandey, dem Managing Director von Hella India Lightning Ltd. und Vorsitzenden des KFZ-Ersatzteile-Komitees der indischen Automotive Component Manufacturers Association of India ACMA. Hella ist einer unserer ersten Datenlieferanten in Indien und gemeinsam mit ACMA bauen wir derzeit die indische Version unseres TecDoc Catalogue auf, um damit auch die Digitalisierung des indischen KFZ-Ersatzteilmarktes auf den Weg zu bringen.

Können Sie uns sagen, was bisher getan wurde, damit alle Stakeholder zusammen an einer gemeinsamen Datenbank arbeiten?

Ich freue mich sehr, dass ein Katalog, wie wir ihn uns immer gewünscht haben, langsam Form annimmt. Denn so hatten wir das im KFZ-Ersatzteilemarkt-Komitee (ACMA) immer vor Augen. Wir wollen den KFZ-Ersatzteilemarkt standardisieren und dann digitalisieren. Wie ist das umzusetzen? Am Anfang steht die Ersatzteil-Identifikation und die Erstellung von Fahrzeugtabellen. Und vor allem: Irgendjemand muss das ja machen. Es erstaunt mich immer noch, wie lange es gedauert hat. Ich persönlich arbeite jetzt bereits seit zehn Jahren daran, und wir waren noch nie so nah dran, tatsächlich einen Katalog zu erstellen. Das verdanken wir all den Stakeholdern, es ermöglicht haben, so weit zu kommen, dass wir unseren KFZ-Ersatzteilemarkt organisieren können – und dass TecAlliance die Herausforderung annimmt, nach Indien zu kommen, und in das Land investiert, um hier den ersten Katalog herauszubringen.

Was glauben Sie, welche Herausforderungen noch auf uns zukommen?

Rama Shankar Pandey, Managing Director of Hella India Lightning Ltd. as well as Chairman of the Aftermarket Committee at the Automotive Component Manufacturers Association of India ACMA.

Rama Shankar Pandey, Managing Director of Hella India Lightning Ltd. as well as Chairman of the Aftermarket Committee at the Automotive Component Manufacturers Association of India ACMA.

Ich weiß, dass das alles nicht so einfach und im Augenblick wirtschaftlich auch noch nicht ganz ausgereift ist. Es ist eine Investition der TecAlliance, aber ich bin mir sicher, dass das Land sie braucht – und deshalb ist es auch von so großer Wichtigkeit, dass wir alle die Initiative unterstützen. Es handelt sich ja um eine Plattform. Was TecAlliance anstrebt, ist:  Daten zu sammeln, Fahrzeugtabellen aufzustellen, die TecDoc-K-Typ-Nummern sinnvoll einzusetzen, aber es gilt eben auch hier „Garbage In, Garbage Out“. Wenn wir den Input nicht liefern können, kann es kein weltweit gültiger Katalog werden. Mit dem, was der indischen Industrie heute zur Verfügung steht – was die Einzel- und Zwischenhändler nutzen – haben viele von ihnen große Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen, weil es immer mehr Varianten gibt, mehr Modellnummern, mehr Fahrzeuge, die auf den Markt kommen. Wir müssen die Probleme schnellstmöglich lösen und effizienter werden. Die Effizienz wird sich einstellen, wenn den Akteuren die richtigen Tools und Technologien an die Hand gegeben werden.

Wie würden Sie die momentane Situation beschreiben und wie profitieren die Stakeholder?

Das Wesentliche ist: Der Katalog startet mit der Teile-Identifikation. Wenn das passiert ist, kann vieles aufgebaut werden, die Points-of-Sale, die Terminals, die nötigen IT-Gadgets drumherum und dann entsteht ein digitalisierter Ersatzteilemarkt. Je stärker wir in der Digitalisierung voranschreiten, desto einfacher wird es für unsere Kunden. Und vor allem bekommen die Kunden einen echten Service geboten. Im Moment haben Sie jedoch nur die Wahl zwischen einer Option, die mit hohen Kosten verbunden ist, oder der Option „Pannendienst“. Aber wenn man mehr Informationen hat, kann man bewusster und detaillierter Entscheidungen treffen.  Dann hat man ein Angebot von tatsächlichem Mehrwert.

Ein erster Schritt wird also eine erste Version des TecDoc Catalogue in Indien sein. Welche Pläne gibt es für die weitere Entwicklung?

Mithilfe von TecAlliance arbeiten wir daran, den Katalog aufzubereiten und zur Verfügung zu stellen. Das müssen wir alle nach Kräften unterstützen. Ich persönlich freue mich sehr darauf und kann dem TecAlliance-Team in Indien nur gratulieren. Und ich erwarte, dass wir nicht nachlassen, wenn wir das erreicht haben, sondern sich das Ganze so weiterentwickelt, dass wir einen der besten Kataloge der Welt bieten. Unser Ziel ist es, nicht nur die indischen Fahrzeuge für indische Bedürfnisse, sondern auch die Fahrzeuge aus dem Rest der Welt in Indien abzubilden, so dass unsere lokalen Händler über ein einziges Portal auf der ganzen Welt Geschäfte machen können: den TecDoc Catalogue.

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