Hubert Kutnak Jr. erklärt, wie der TecDoc Catalogue die Digitalisierungs- und Expansionsstrategie von Kutnak Automotive unterstützt

Kutnak Automotive ist seit Ende 2019 ein TecDoc-Datenlieferant. Das tschechische Familienunternehmen gehört zu den führenden europäischen Anbietern von elektrischer Ausrüstung für Lkw, Anhänger, Busse, Erdbewegungs- und Landmaschinen. Im Interview erklärt Geschäftsführer Hubert Kutnak Jr. warum sie sich entschieden haben, ihre Produkte im TecDoc Catalogue zu präsentieren und wie sie es geschafft haben, ihr Datenmanagement auf ein ganz neues Level zu bringen. Er spricht auch über die Expansionspläne des Unternehmens.

Hubert Kutnak Jr CEO KUTNAK Automotive

Hubert Kutnak Jr CEO KUTNAK Automotive

Warum haben Sie sich entschieden, TecDoc-Datenlieferant zu werden?

Hubert Kutnak: Wir sind ein Familienunternehmen mit einer langen Tradition und einem jungen Management. Wir präsentieren alle unsere Produkte digital, auf Instagram und Facebook, weil die jüngere Generation auf diese Weise auf Daten zugreifen möchte. Sie wollen keinen Papierkatalog wie vor 20 Jahren.

Wir wissen, dass die TecDoc-Daten die Basis für die E-Shops aller wichtigen Distributoren sind. Wenn man Teil des Markts sein will, muss man in TecDoc sein. Es gibt keinen Weg ohne TecDoc.

Was waren Ihre ersten Schritte? Wie haben Sie den Onboarding-Prozess erlebt?

Hubert Kutnak: Gleich zu Beginn des Projekts hatte ich ein Online-Meeting mit Leon Beukes von TecAlliance. Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen geschockt war, als ich die ganzen Handbücher und Informationen zur Datenverarbeitung bekommen habe. Ich habe im Scherz zu Leon gesagt, dass es einfacher wäre, ein Atomkraftwerk zu bauen… Aber Leon war einfach unglaublich! Er hat mir geholfen, unsere Datenbank Schritt für Schritt aufzubauen.

Und obwohl ich keinen IT-Hintergrund habe, habe ich es mit seiner Hilfe und Geduld geschafft, die Datenbank in nur einem Monat einzurichten und zum Laufen zu bringen. Leon hat auch einige tolle Tutorial-Videos gemacht, die auf YouTube verfügbar sind. Diese Videos waren sehr hilfreich, weil ich sie mir jederzeit ansehen konnte, wann immer ich wollte. Und sie sind so gut gemacht, dass ich seine Hilfe nicht mehr brauchte.

Jetzt fühle ich mich wie ein TecDoc-Entwickler und ich mag diese Arbeit wirklich. Es ist so ein tolles Gefühl, dass man nach einer Woche die Ergebnisse der eigenen Arbeit direkt im TecDoc Catalogue sehen kann. Da fühle ich mich wie ein Bodybuilder, oder es ist, wie wenn man ein Haus baut und sieht, was nach einer Woche, nach zwei Wochen entstanden ist… Dieses direkte Feedback ist großartig. Glauben Sie mir – ich hätte nie erwartet, so positive Gefühle wegen einer Datenbank zu bekommen.

Haben Sie schon alle Ihre Produktdaten in den TecDoc Catalogue eingespeist?

Hubert Kutnak: Wir bereiten unsere Daten sehr sorgfältig auf. Ich schaue mir jeden einzelnen Artikel an, weil ich den exakten OE-Querverweis herausfinden will. Manchmal rufe ich sogar die OEMs an und bitte sie um Unterstützung. Denn wir wollen zu 100 Prozent sicher sein, dass unsere Daten im TecDoc Catalogue korrekt sind.

Man könnte sagen, dass die Zeitverschwendung ist und dass es einfacher wäre, die vorhandenen Referenzen einfach zu kopieren. Aber das wollen wir nicht, weil es nicht zu unserer Firmenphilosophie passt. Wir sind ein Familienunternehmen, und wir machen unser Geschäft ein bisschen anders. Ich habe zu allen meinen Kollegen gesagt: Wir verkaufen keine Zahlen, wir verkaufen Produkte!

Am Anfang sind wir davon ausgegangen, dass es ein Jahr dauern würde, alle unsere Produktdaten einzuspeisen. Unser sehr genaues und sorgfältiges Vorgehen hat zu einer Verzögerung von einigen Monaten geführt, aber jetzt sind alle Daten im Katalog verfügbar.

Sehen Sie schon Veränderungen oder Vorteile durch die Präsenz im TecDoc Catalogue?

Hubert Kutnak: Wenn man TecDoc-Datenlieferant wird, ist das, wie wenn man seinen neuen Bentley vorführt… Wenn man seinen Partnern zeigen kann, dass man bei TecDoc ist, beweist das, dass man ein „echtes“ Unternehmen ist. Es ist eine perfekte Werbung und Verkaufsunterstützung und es gibt mir ein gutes Gefühl, dass ich meine Daten Tausenden von Menschen zeigen kann. Ich kann mich darauf verlassen, dass meine Daten eine Woche, nachdem ich sie verschickt habe, im TecDoc Catalogue verfügbar sind.

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Sie bringen jedes Jahr viele neue Produkte auf den Markt, die in den Katalog aufgenommen werden müssen. Wie handhaben Sie diesen Prozess?

Hubert Kutnak: Bei innovativen Produkten ist der Prozess anspruchsvoller, weil wir einen Weg finden müssen, sie im TecDoc Catalogue optimal zu präsentieren. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Wir haben Rückfahrkameras entwickelt, um die Sicherheit von Anhängern und LKW zu erhöhen. Man kann den Monitor irgendwo in der Kabine platzieren und damit die Umgebung im Auge behalten. Und wir haben nicht nur die Hardware, sondern auch die Software entwickelt, mit der die Kamera mit dem Mobiltelefon verbunden werden kann. So können Sie die Kamera auch mit Ihrem Auto nutzen; das Handy wird am Armaturenbrett befestigt und sieht, was um das Auto herum passiert. Im Moment gibt es fast keine Konkurrenzprodukte im TecDoc Catalogue. Und die wenigen Produkte, die es gibt, haben nur sehr kurze Beschreibungen, sodass wir die Produktdaten von Grund auf neu aufbauen mussten.

Es ist schwierig, den besten Weg zu finden, um innovative Produkte zu präsentieren und zu vermarkten, aber es lohnt sich. Bei uns besteht die Entwicklung eines neuen Produkts jetzt aus zwei Teilen: Wir machen Forschung und Entwicklung für das Produkt und wir machen Forschung und Entwicklung für die Produktdaten.

Für uns ist es ein Vorteil, dass wir uns mit unseren Produkten von anderen abheben können, weil wir bessere Produktbeschreibungen haben. Im TecDoc Catalogue können wir unsere Innovationen auf diese Weise vielen Menschen optimal präsentieren. Um bei dem Beispiel zu bleiben: Wir können zeigen, dass unsere komplett selbst entwickelten Videokameras ein Zukunftsprodukt für jedermann sind.

Unser Unternehmen wurde 1939 von meinem Großvater Hubert Kutnak gegründet. Ich bin jetzt die dritte Generation von Hubert Kutnaks in der Firma. Es ist unglaublich, dass wir den Umsatz in den letzten drei Jahren um rund 25 Prozent gesteigert haben. Das ist spannend für uns, weil wir die meisten unserer Produkte unter unserem Familiennamen anbieten. Mit jedem Produkt, das wir entwickeln, finden wir einen neuen Weg und neue Märkte – es ist wirklich schön, unseren Erfolg zu sehen.

In welchen Länder vertreiben Sie derzeit Ihre Produkte und planen Sie für die Zukunft eine Expansion in weitere Länder?

Hubert Kutnak: In der Tschechischen Republik haben wir die längsten Grenzen zu den deutschsprachigen Ländern, daher sind wir mit diesen Märkten tief verbunden. Wir vertreiben unsere Produkte tatsächlich in der gesamten EU, mit Ausnahme von Italien und Portugal. Wir planen, innerhalb der nächsten drei Jahre eine Niederlassung in Spanien zu eröffnen.

Natürlich wollen wir auch neue Märkte in der Russischen Föderation erschließen. Wir sind gerade dabei, die notwendigen Zertifikate für unsere Produkte zu bekommen, damit wir bald eine neue Niederlassung in St. Petersburg eröffnen können.

TecDoc unterstützt unsere Expansionspläne optimal: Alle Katalogdaten sind mehrsprachig und die Informationen der Fahrzeughersteller werden ins Russische übersetzt. Für russische Kunden ist das sehr hilfreich.

Mein Motto ist: „Lokal denken, global agieren“. Wir denken lokal, weil wir unsere Mitarbeiter wirklich vor Ort finden; das Maximum sind 35 Kilometer. Und global ist der Weg mit TecDoc. TecDoc hält mir den Rücken frei und unterstützt mich dabei, Zugang zu jedem Land zu bekommen.

Wie sehen Ihre Pläne für die weitere Zusammenarbeit mit der TecAlliance aus?

Hubert Kutnak: In den letzten eineinhalb Jahren, also seit wir uns entschieden haben, TecDoc-Datenlieferant  zu werden, hat sich vieles verändert und entwickelt. Das ist wie eine Welle. Und deshalb planen wir, uns auch an die Order Manager-Plattform anzuschließen.

Für dieses Jahr habe ich zwei Wünsche: Mein erster Wunsch ist es, Covid-19 zu überwinden, und mein zweiter Wunsch ist es, mit dem Order Manager zu starten.

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