Unser Research & Innovation-Team hat einen Prototypen entwickelt, um zu zeigen, wie Mixed Reality den Alltag in der Werkstatt revolutionieren kann. Mit einer HoloLens 2-Brille von Microsoft, einem der aktuell komfortabelsten Mixed-Reality-Geräte, kann sich der Mechaniker bei der Inspektion und Reparatur eines Fahrzeugs optimal unterstützen lassen: Durch die automatische Identifikation des Fahrzeugtyps und des betroffenen Bauteils, die Auswahl der passenden Ersatzteile und die Anzeige von Reparatur- und Wartungsinformationen (RMI) und technischen Daten von TecAlliance. Und das alles ohne weitere Hilfsmittel. So hat der Mechaniker die Hände frei für seine eigentliche Arbeit. In einem kurzen Video zeigen wir einen realen Anwendungsfall, der heute schon in der Werkstatt umgesetzt werden kann.

Ein Anwendungsfall aus der Praxis

In dem Anwendungsfall, den wir im Video zeigen, identifiziert der Mechaniker das Fahrzeug zunächst über die VIN-Nummer. Ihm wird angezeigt, um welches Teil im Radkasten es sich handelt und er kann sich die zum Fahrzeugtyp passenden Ersatzteile aus dem TecDoc Catalogue anzeigen lassen. Ihm stehen weitere Hilfsmittel zur Verfügung, wie z.B. ein virtuelles Lineal. Mit den Fingern kann er die genauen Maße des Bauteils ermitteln und so die Suchergebnisse weiter einschränken. Zusätzlich kann der Mechaniker auf die benötigten Reparatur- und Wartungsinformationen zugreifen.

Gute Vorbereitung ermöglicht schnelle Ergebnisse

Christopher Göttfert

Christopher Göttfert

Im Vorfeld des Entwicklungsprojekts haben TecAlliance-Mitarbeiter Fotos vom Radkasten ihrer eigenen PKW beim Reifenwechsel gemacht und dem Research & Innovations-Team zur Verfügung gestellt. Mit diesen Fotos wurde dank künstlicher Intelligenz das System „trainiert“.

Mit dem Vorgängermodell HoloLens 1 hat das Team erste Tests durchgeführt und mögliche Anwendungsfälle geplant. Als dann die HoloLens 2 im April zur Verfügung stand, konnte das Team, bestehend aus Christian Krause (Research & Innovation Officer), Christian Becker (Research Engineer) und Werkstudent Christopher Göttfert, direkt loslegen. Im Juli war der Prototyp bereits fertig.

Es handelt sich noch nicht um ein fertiges Produkt, zeigt aber auf, welche Möglichkeiten es schon heute gibt und wie TecAlliance die Werkstätten mit innovativen neuen Lösungen unterstützen kann.

Technologien der Zukunft schon heute nutzen

Christian Becker

Christian Becker

„Unser Team Research & Innovation beschäftigt sich mit den neuesten technologischen Möglichkeiten und Trends. Wir überlegen uns, wie wir diese sinnvoll einsetzen können, um unsere etablierten Branchenlösungen fit zu machen für die Zukunft. Wir wollen mit Innovationen vorangehen und die Produktivität und Effizienz im Automotive Aftermarket weiter steigern“, erklärt Christian Becker. „Unser erstes großes Projekt war vor zwei Jahren die Entwicklung eines Sprachassistenzsystems, das den Mechaniker bei der initialen Inspektion des Fahrzeugs unterstützt. Mit dem HoloLens-Projekt gehen wir noch einen Schritt weiter und kombinieren die Steuerung per Sprachbefehl mit den Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz und Mixed bzw. Augmented Reality.“

Nächste Projekte schon in Planung

Die Möglichkeiten, mit der HoloLens 2 den Werkstattalltag zu optimieren, sind noch lange nicht ausgeschöpft. „Wir haben noch viele weitere Anwendungsfälle identifiziert. Zum Beispiel können wir die Nummernschildsuche einbinden, sämtliche Schriftstücke wie z.B. den Fahrzeugschein auslesen, Lackschäden aufspüren und vermessen und vieles mehr“, sagt Christian Krause.

Christian Krause

Christian Krause

Auch die Kommunikation mit Versicherungen und dem Endkunden bietet noch viel Potential. „Wir stellen uns das in Zukunft so vor: Der Mechaniker steht am Fahrzeug und ist über einen Web Call direkt im Kontakt mit dem Kunden. Er zeigt ihm z.B. zusätzliche Defekte, kann sofort einen Kostenvoranschlag machen und freigeben lassen. Oder er zeichnet während seiner Arbeit ein Video auf, das für eventuelle Reklamationen in der Cloud archiviert wird“, schwärmt Christian Krause.

Das nächste Projekt ist schon in Vorbereitung: In den nächsten Monaten soll ein Prototyp einer App für iOS- und Android-basierte mobile Endgeräte entwickelt werden. Diese soll die gleichen Möglichkeiten bieten, ohne dass dafür eine HoloLens 2 angeschafft werden muss.

Wir gratulieren dem Team zu diesem Erfolg und sind schon gespannt auf die nächsten Ergebnisse!

Fragen zum Projekt und Einsatzmöglichkeiten der HoloLens 2 beantworten unsere Kollegen gerne: hololens@tecalliance.net.