Mit der Einführung von TecCom Returns hat MAHLE einen entscheidenden Schritt hin zu einem global standardisierten Reklamationsmanagement gemacht. Was früher aus vier parallelen Systemen bestand, wurde in eine zentrale, nahtlos in SAP integrierte Plattform überführt. Das Ergebnis: einheitliche Prozesse, deutliche Einsparungen, mehr Transparenz und eine verbesserte Kundenzufriedenheit. Diese Success Story zeigt, wie MAHLE gemeinsam mit TecAlliance eine zukunftsorientierte Lösung global etabliert hat – und welchen Mehrwert das Unternehmen heute und in Zukunft daraus zieht.
MAHLE ist einer der weltweit führenden Entwicklungspartner und Zulieferer der Automobilindustrie. Mit einem breiten Produktportfolio, das sich von Motorkomponenten bis hin zu Thermomanagementlösungen erstreckt, ist das Unternehmen nicht nur in der Erstausrüstung aktiv, sondern betreut auch einen umfassenden globalen Aftermarket. Weltweit beschäftigt MAHLE rund 68.000 Mitarbeitende an 135 Produktionsstandorten und 11 Tech Centern – ein echter Global Player, der die Herausforderung kennt, weltweit einheitliche Prozesse zu etablieren.
MAHLE zählt zu den Gründungsmitgliedern und Gesellschaftern von TecAlliance. Seit 25 Jahren  setzt das Unternehmen auf die Vorteile der B2B-Plattform TecCom für die digitale Auftragsabwicklung, von der Verfügbarkeitsanfrage bis zur Rechnung. In den letzten Jahren hat der Teilehersteller seine digitale Infrastruktur im Automotive Aftermarket konsequent ausgebaut, um Effizienzpotenziale zu heben, Kosten zu senken und Kunden ein optimales Serviceerlebnis zu bieten. Ein wichtiges Thema dabei war die internationale Vereinheitlichung und Optimierung der Retourenprozesse. Aufgrund der langjährigen positiven Erfahrungen mit TecCom Order fiel die Entscheidung für TecCom Returns.
Die Herausforderung: Vier Systeme, vier Welten
Bevor TecCom Returns implementiert wurde, war das Reklamationsmanagement bei MAHLE nicht einheitlich. In Europa gab es eine funktionierende Lösung, doch diese war lokal begrenzt. Brasilien hatte ein eigenes System, das nicht global skalierbar war. Andere Regionen arbeiteten teilweise ohne digitale Unterstützung – in manchen Fällen mit Excel-Listen.
Die Folge: hoher administrativer Aufwand, viele individuelle Anpassungen, keine Vergleichbarkeit von Daten und ein immenser Pflegebedarf in der IT. Ein Problem, insbesondere vor dem Hintergrund der unternehmensweiten Umstellung auf SAP S/4HANA.
„Wir hatten vier verschiedene Systeme und vier verschiedene IT-Teams. Bei einer SAP-Umstellung bedeutete das auch vier Integrationen, vier Wartungen, vier Supportsysteme. Kurz: viermal so viel Aufwand.“, erinnert sich Joshua Oestreicher der als Specialist Digitalization global bei MAHLE für TecCom Returns verantwortlich ist.
Auch die Kommunikation zwischen Standorten war herausfordernd, da Prozesse unterschiedlich definiert wurden. Zusätzlich war es nahezu unmöglich, konsolidierte Daten über Retourenquoten zu generieren oder Schwachstellen im Produktportfolio zu analysieren. Globale Transparenz und Skalierbarkeit waren so nicht möglich.
Die Lösung: Ein globaler Standard
Im Jahr 2022 begann das Unternehmen mit der Einführung von TecCom Returns als globalen Aftermarket-Standard für die Bearbeitung von Reklamationsfällen. Inzwischen wird die Lösung in allen relevanten Regionen genutzt, wobei Europa bereits vollständig umgestellt wurde. Der Rollout in Nord- und Südamerika ist im vollen Gange, weitere Werke folgen kontinuierlich.
Ein entscheidender Vorteil zeigt sich bei den Werken, die bereits auf den neuesten SAP S/4HANA Standard umgestellt sind: Hier genügt heute eine einzige Integration in TecCom Returns. Neue Standorte oder Werke lassen sich über SAP-Customizing vergleichsweise einfach anbinden – das spart Zeit, Ressourcen und Kosten.
Auch auf der Benutzerseite punktet TecCom Returns: Der Prozess ist standardisiert, intuitiv und schnell. Kunden können Reklamationen direkt aus TecCom Order heraus erstellen – mit nur wenigen Klicks, ohne Systembrüche oder zusätzliche Logins.
Das erleichtert nicht nur den Alltag der Kunden, sondern auch die interne Zusammenarbeit. Retourenanträge lassen sich per Klick an die zuständige Person zuweisen, Rückmeldungen erfolgen zentral über die Plattform. Die interne Kommunikation läuft effizienter, transparenter und nachvollziehbarer.
Das Ergebnis: Transparenz, Skalierbarkeit und echte Einsparungen
Der Umstieg auf TecCom Returns hat MAHLE nicht nur technologisch Verbesserungen ermöglicht – er ist auch wirtschaftlich sinnvoll.
„Mit TecCom Returns haben wir einen globalen Standard geschaffen, der Prozesse vereinheitlicht, den Support vereinfacht und unsere IT entlastet. Dank der global verfügbaren Daten erkennen wir häufiger betroffene Materialien und können gezielt Produktanpassungen vornehmen. Das System ist schnell, standardisiert und kundenfreundlich – genau so, wie es sein sollte.“
Joshua Oestreicher, Specialist Digitisation Automotive Aftermarket bei MAHLE

Durch die Konsolidierung der IT-Landschaft betreut heute ein zentrales Team nur noch ein einziges System. Es entfällt der Aufwand, vier parallele Lösungen zu pflegen, Updates durchzuführen und mehrere Dienstleister zu koordinieren. Der administrative Aufwand ist signifikant gesunken, interne Ressourcen werden deutlich effizienter eingesetzt und weniger Schnittstellen bedeuten weniger Störungen.
TecCom s flexibles Lizenzmodell trägt auch zur Wirtschaftlichkeit bei. MAHLE begann mit kleinen Paketen in Asien und erweiterte diese sukzessive bis zur globalen Lizenz. Damit ist die Reklamationsbearbeitung für MAHLE planbar: einmalige Jahresgebühren, unbegrenzte Anzahl an Claims, keine versteckten Kosten. Für Kunden bleibt die Nutzung kostenlos.
Die globale Standardisierung eröffnet MAHLE neue Möglichkeiten in der Datenanalyse. Über die Schnittstelle und ein zentrales Dashboard lassen sich Retourenraten weltweit vergleichen, Problemprodukte und auffällige Kunden identifizieren. Rückläufer können so gezielt durch bessere Informationen oder Produktanpassungen vermieden werden – ein klarer Mehrwert für das Qualitätsmanagement.
Blick in die Zukunft: Expansion, Integration, Analyse
Auch wenn MAHLE mit TecCom Returns bereits viel erreicht hat, ist der Weg noch nicht zu Ende. In Nordamerika werden aktuell Pilotkunden angebunden. TecCom Order ist dort bereits im Einsatz – nun folgt Returns. Ziel ist es, die Plattform im Markt vollständig zu etablieren und den Kunden dort denselben komfortablen Prozess zu bieten wie in Europa oder Südamerika.
Ein weiteres Ziel ist es, die vollständige Prozessabdeckung sicherzustellen. Noch werden nicht alle Arten von Retouren über TecCom Returns abgewickelt – zum Beispiel Lagerbereinigungen. Hier arbeitet MAHLE gemeinsam mit TecCom an Lösungen, um künftig auch solche Prozesse digital abzubilden.
Darüber hinaus rückt das Thema Analytics stärker in den Fokus: Retouren analysieren, Ursachen erkennen, Maßnahmen ableiten – und so nicht nur reagieren, sondern präventiv handeln. Denn jede vermiedene Retoure spart Kosten, verbessert die Qualität und erhöht die Kundenzufriedenheit.
Fazit: Global einheitlich. Einfach effizient
Die Einführung von TecCom Returns bei MAHLE ist ein Beispiel für erfolgreiche digitale Transformation im Aftermarket. Aus ehemals regionalen Einzellösungen wurde ein globaler Standard – technisch ausgereift, wirtschaftlich sinnvoll und prozessual durchdacht.
Ein zentrales System, konsolidierte Daten, zufriedenere Kunden und eine transparente Kostenstruktur sind das Ergebnis eines konsequent umgesetzten Rollouts – getragen von interner Überzeugung und einer engen Partnerschaft mit TecCom.
Zudem profitiert MAHLE vom stetig wachsenden Ökosystem von TecCom : Neue Funktionen, regelmäßige Updates und innovative Impulse fließen kontinuierlich ein. Durch die aktive Mitgestaltung stärkt MAHLE nicht nur die Plattform – sondern auch die eigene Marktposition.