In der ersten Episode unseres Anfang April 2020 gestarteten Aftermarket-Podcasts berichtete Matthias Moritz, unser Geschäftsführer Asien, über die Auswirkungen des Corona-Ausbruchs auf den lokalen Markt und wie seine Mitarbeiter die Pandemie erlebt haben. Er sprach über die Erfahrungen, die seine Mitarbeiter mit dem Home-Office und der virtuellen Zusammenarbeit gemacht haben. Inzwischen sind die Mitarbeiter unter Einhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen wieder im Büro tätig.

Emeline Xie, Marketing & Communication Manager

Emeline Xie, Marketing & Communication Manager

Um ein tieferes Verständnis zu erhalten, fragten wir unsere chinesische Kollegin Emeline Xie, Marketing & Communication Manager, wie sie die Arbeit aus der Ferne bewertet und ob die Arbeit von zu Hause aus ein Konzept ist, das es in Zukunft zu verfolgen lohnt.

# Vor- und Nachteile der Fernarbeit

Das Arbeiten aus der Ferne entstand aus der Notwendigkeit heraus. Einerseits wurde es aufgrund der Entfernung zwischen Wohnung und Büro gut angenommen. Viele Mitarbeiter verbringen täglich mehrere Stunden auf dem Weg zur Arbeit. Die Arbeit von zu Hause aus ermöglichte es jedem, die durch die lange Fahrt eingesparten Stunden zu gewinnen; dies wurde als echter persönlicher Gewinn empfunden. Das Zeitmanagement zwischen Arbeit und Leben wurde flexibler.

Die Freizeit wurde zunehmend in die Arbeitszeit integriert, während die Pausen schlecht organisiert waren. Telefongespräche oder die Kommunikation über Microsoft Teams wurden oft als Pause angesehen. Solange nichts anderes zu tun war, wurde der Arbeitsrechner eingeschaltet.

Die fehlenden Unterbrechungen durch andere machten die Arbeit gezielter und konzentrierter. Das Ergebnis schien jedoch weniger effizient zu sein. Wenn jemand von Zeit zu Zeit mit jemandem sprechen musste, kamen Kollaborationstools wie Instant Messenger zum Einsatz. Aber das Tippen, Überprüfen des Textes, Neuschreiben, Nachprüfen des Textes usw. nahm mehr Zeit in Anspruch als ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht. Außerdem nahmen die Diskussionen innerhalb des Teams ab.

# Home-Office, aber immer mit der IT-Infrastruktur des Büros verbunden

Für die meisten Mitarbeiter war es außergewöhnlich, den Arbeitstisch in der Wohnumgebung zu haben. Da es sich bei der TecAlliance um ein digitales Unternehmen handelt, gibt es in der IT-Umgebung keinen Unterschied, ob man im Büro oder aus der Ferne arbeitet. Das Notebook lief über WIFI und viele der Mitarbeiter hatten zu Hause Bildschirme und Drucker wie im Büro.

Die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht war für uns alle bequem, um Ideen und Wissen auszutauschen und auch um zu argumentieren. Gleichwohl wurden Kollaborationstools wie Microsoft Teams und WeChat für die Kommunikation genutzt, egal ob geschäftlich oder privat.  Bei der Arbeit aus der Ferne waren eingeschaltete Kameras kein Muss, aber sie halfen uns, uns unseren Kollegen näher zu fühlen und stärkten den Teamgeist. Dennoch konnten sie persönliche Gespräche und den Austausch nicht ersetzen.

Um einen kontinuierlichen Wissensaustausch zwischen allen Abteilungen zu gewährleisten, wurden zwei Sitzungen pro Woche eingerichtet, eine am Montagmorgen und eine am Freitagnachmittag. Die Woche begann in der Regel mit einem Geschäftsrückblick. Der Projektplan musste durchgespielt, Probleme und Lösungen diskutiert und Unterstützung zugewiesen werden. Die Besprechung am Freitag diente dazu, den Geschäftsstatus für alle Mitarbeiter zu aktualisieren.

# Teammanagement und Organisation mit Selbstdisziplin

Jedes Team hatte die Aufgabe, definierte Ziele zu erreichen. Die Überprüfungen fanden regelmäßig statt. Es lag an den Teams, ihren aktuellen Status täglich, wöchentlich oder monatlich zu überprüfen. Jedes Teammitglied arbeitete mit Selbstdisziplin, ebenso das gesamte Team.

Die örtliche Marketingabteilung führte zum Beispiel monatliche Rückblicke durch, um zu überprüfen, was im Laufe des Monats getan worden war und was in den folgenden Monaten zu tun war, gegebenenfalls mit Fristen. Wenn aus der Ferne gearbeitet wurde, wurden die Aktivitäten auf Wochenbasis geplant, und der Plan für jede Woche wurde am Montag überarbeitet. Wie immer traten unvorhergesehene Fälle auf, die bewältigt werden mussten.

# Arbeitsbeziehungen bleiben stabil

Trotz der Corona-Pandemie nahm der Umfang der zu bewältigenden Arbeiten nicht ab. Die Aufgaben haben sich nicht verändert. Sie waren mehr oder weniger die gleichen wie vor der Krise, und die Arbeitsbeziehungen waren sehr gut. Die Kundenbetreuung hat für uns Priorität; dies war ohne Probleme bei der Arbeit von zu Hause aus möglich.

Das Arbeiten von zuhause wurde als nicht schlecht, aber auch nicht als so gut empfunden. Wir ziehen es vor, dass das Team eng zusammenbleibt, um eine bessere Kommunikation, eine höhere Produktivität und engere Beziehungen zu erhalten.

# Gelernte Lektionen und Blick in die Zukunft

Das gesamte Team in China war froh, wieder im Büro zu arbeiten.  Bei der Arbeit aus der Ferne konnten manchmal nicht rechtzeitig Antworten gegeben werden, weil es schwierig war, alle für die Diskussion benötigten Personen sofort zu erreichen. Wenn man im Büro zusammenarbeitet, können Diskussionen schneller und effizienter geführt werden.

Bei der Arbeit aus der Ferne war es erforderlich, den Monatsplan in Wochenpläne umzuwandeln. Einige Teams fanden, dass das gut war, um die Effizienz zu verbessern und auch zu verfolgen, was getan worden war und was getan werden musste. Sie beschlossen, damit fortzufahren.

Die Arbeit aus der Ferne oder in Quarantäne hat die TecAlliance nicht weniger beschäftigt werden lassen. Mit Blick auf die Zukunft muss sich die TecAlliance auf das vorbereiten, was auf sie zukommt. Das Geschäft ist digital und muss optimiert werden. Die Produkte müssen weiterentwickelt werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das ist zwingend notwendig, um die Digitalisierung des chinesischen Aftermarkets weiter zu gestalten.