Nach welchen Ersatzteilen suchen unsere Kunden konkret? Welche Teile benötigen sie wann und in welchen Ländern? Und: Für welche Fahrzeuge werden Teile gesucht? Antworten auf diese Fragen erhalten Teilehersteller jetzt mit dem Demand Dashboard, dem neuen Modul des Analytics Manager. Das Business-Intelligence-Modul ermöglicht eine gezielte Optimierung des eigenen Produktportfolios und unterstützt valide, datengesteuerte Entscheidungen. Dr. Bartosch Belkius, Vice President Analytics, und Jens Störmer, Product Owner Demand Dashboard, erläutern das neue Tool, das aufgrund seiner Datenlage zu den umfassendsten Business-Intelligence-Lösungen im Independent Automotive Aftermarket zählt.

Was ist das Demand Dashboard und warum wurde es auf den Markt gebracht?

BB: Datengetriebene Geschäftsmodelle versprechen erhebliches Potenzial. Daten helfen dabei, zu verstehen, wie Märkte funktionie­ren, wie bestimmte Kundensegmente agieren, wie Produkteigenschaften verbessert oder Vertriebskanäle effektiver gestaltet werden können. Auch für die Teilehersteller im freien Kfz-Ersatzteilemarkt wird es immer wichtiger, zu verstehen, wie der Markt mit unseren Daten arbeitet.

Mit dem neuen Modul Demand Dashboard bieten wir unseren Datenlieferanten eine standardisierte Datenanalyse, die aktuell auf dem Suchverhalten der Nutzer im TecDoc Catalogue basiert, einem der führenden Ersatzteilkataloge weltweit. Außerdem werden die Suchen im dazugehörigen Web Service, mit dessen Hilfe der Handel seine individuellen Ersatzteilkataloge mit den TecDoc Daten befüllt, in der Analyse mit berücksichtigt. Der Schwerpunkt liegt dabei vorerst auf Europa. Zukünftig planen wir, auch weitere Datenressourcen und Regionen in das Demand Dashboard zu integrieren.

Mit dieser Datenbasis zählt das Demand Dashboard zu den umfassendsten Business-Intelligence-Lösungen, die derzeit für den Independent Automotive Aftermarket verfügbar sind. Unser Anspruch ist es, unseren Kunden einen globalen Blick auf den Markt zu vermitteln.

JS: Das Demand Dashbaord ist eine cloud-basierte Weblösung. Das Modul kann weltweit eingesetzt werden und erfordert keinen Installations- oder Hostingaufwand. Eine gleichzeitige Nutzung durch mehrere Anwender wird unterstützt.

Wie wurde das Demand Dashboard entwickelt?

BB: Unser Unternehmen wurde Ende 2018 in eine agile Organisation umgewandelt. „Agile Transformation” bedeutet für TecAlliance, dass alle Teams, Prozesse und die IT-Landschaft so aufgestellt sind, dass unsere digitalen Lösungen noch flexibler und fokussierter für die Kunden entwickelt werden. Entsprechend wurde auch das Demand Dashboard in einem agilen Prozess entwickelt.

JS: Im Team haben wir zunächst einige praxisrelevante Anwendungsfälle untersucht und ermittelt, welche Informationen wichtig sein können, um die Nachfrage nach einem bestimmten Produkt verlässlich abzubilden. Mit UX-Designern haben wir sinnvolle Methoden der Datenaggregation und eine nutzerfreundliche, praxisnahe Darstellung integriert. Wir hatten dabei immer die konkreten Bedürfnisse der Produktmanager von Teileherstellern im Blick, die neue Produkte auf den Markt bringen oder das bestehende Portfolio optimieren möchten. Sie können mithilfe des Demand Dashboard bessere und intelligentere Entscheidungen treffen.

Welche Kundengruppen profitieren vom Einsatz des Demand Dashboard?

BB: Teilehersteller lernen die Bedürfnisse ihrer Kunden durch die Analysemöglichkeiten des Demand Dashboard besser kennen und erhalten somit tiefere Einsichten in ihre Märkte – schnell, einfach und kosteneffizient. Mithilfe dieser Daten können TecAlliance Datenlieferanten bislang ungenutzte Geschäftspotenziale aufdecken, ihr Produktportfolio effektiv und zielgerichtet optimieren, ihre Marktpräsenz im Independent Automotive Aftermarket systematisch ausbauen und ihre Einkaufs- und Planungsentscheidungen mit validen Daten untermauern.

JS: Genau, das Demand Dashboard richtet sich an alle TecAlliance Datenlieferanten. Also sowohl an große Player als auch an kleinere und mittlere Hersteller von Ersatzteilen. Das Modul kann als kostengünstige Stand-alone-Lösung eingesetzt werden, die Berichte lassen sich über eine Exportfunktion aber auch in eigene Systeme überführen. So können sie z.B. mit weiteren Datenquellen verknüpft werden, was noch komplexere Auswertungen ermöglicht, bis hin zu Machine-Learning-basierten Analysen, etwa zur Mustererkennung.

Denkbar wäre so, die Nachfrage nach Scheibenwischern für ein bestimmtes Modell in einem bestimmten Land mit Wetterdaten und Klima-Analysen von heute und morgen zu korrelieren. Oder die Nachfrage nach spezifischen Verschleißteilen für ein bestimmtes Fahrzeugmodell mit weiteren Daten zu Zulassungszahlen, Wartungsintervallen, Fahrleistung, Wirtschaftsentwicklung und Wetterdaten zu verbinden, um so zukünftige Verkaufszahlen genauer zu prognostizieren.

Wer komplexe Projekte wie Predictive Analytics angehen möchte, muss zunächst einmal den grundlegenden Ist-Zustand erfassen, um voraussehen zu können, was ihn in der Zukunft erwarten kann. Genau diese Daten liefern wir mit dem Demand Dashboard. Wir bilden das ,Heute‘ ab, damit unser Kunde ein Fundament dafür hat, morgen die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Aktuell arbeiten wir auch mit Hochdruck daran, eine Version des Demand Dashboard für den Teilehandel bereitzustellen und diese dem IAM baldmöglichst zur Verfügung zu stellen – weitere Informationen dazu folgen!

Wie genau funktioniert eine Abfrage im Demand Dashboard?

JS: Die Abfragen sind einfach zu erstellen und individuell konfigurierbar. Filtermöglichkeiten bestehen nach „generischen Artikeln“, also der Produkt- oder Warengruppe – wie z. B. Bremsscheiben, sowie nach Zeitraum, Land oder Region.

Teilehersteller können sich zum Beispiel in einer ersten Übersicht ansehen, wie ihre wichtigsten Produkte in den jeweiligen Märkten nachgefragt werden. Per Klick auf eine einzelne Marke, ein Produkt oder ein Fahrzeug gelangt der Nutzer in die Detailansicht, die zusätzliche Informationen zum jeweiligen Element abbildet und aufschlussreiche Drill Downs bereithält: Wie oft wurde dieses Ersatzteil in den einzelnen Kategorien selektiert, wie oft z.B. aufgrund welcher Artikelnummer (Artikelnummer, OE-Nummer oder Artikelnummer des Wettbewerbs) oder etwa über die Fahrzeugsuche gefunden? So lassen sich ganz einfach saisonale oder regionale Bestseller identifizieren – das unterstützt die konkrete Produktionsplanung.

Produktmanager können sich auf die Ergebnisse aus dem Demand Dashboard verlassen: Die Lösung identifiziert eine Suche dann als relevant, wenn User Artikel aus dem Suchergebnis wirklich angeklickt und sich die Artikel im Detail angesehen haben. Das signalisiert aus unserer Sicht ein klares Interesse, das sich der jeweiligen Marke zuordnen lässt.

Wie können Teilehersteller das neue Demand Dashboard kaufen?

JS: Das Demand Dashboard ist ab Ende März 2019 verfügbar. Weitere Informationen über die Lösung Analytics Manager mit den beiden Modulen Demand Dashboard und PMA (Product Management Analytics) sind auf unserer Website zu finden.

Teilehersteller, die am Demand Dashboard interessiert sind, können sich anhand ausgewählter Beispielanalysen in Verknüpfung mit z. B. weiteren TecAlliance-Daten wie OE Data oder TecDoc Catalogue-Datenpaketen überzeugen, wie groß das Verbesserungspotenzial ist, um die Sichtbarkeit und Auffindbarkeit ihrer Produkte noch zu steigern. Gerne beraten wir Interessenten und besprechen mit ihnen die nächsten Schritte. Sprechen Sie uns an!

Sollte ein Teilehersteller noch kein TecAlliance Datenlieferant sein, wäre das der erste Schritt. Um die eigenen Artikeldaten zu übermitteln und Teil des TecDoc Catalogues zu werden, melden sich interessierte Teilehersteller zunächst über unser Kontaktformular.

Analytics Manager| TecAlliance

Die Business-Intelligence-Lösung Analytivs Manager umfasst die beiden Module Demand Dashboard und PMA, die unabhängig voneinander eingesetzt werden können.