Ismaning, 17. Februar 2020 – Seit der Einführung der TecAlliance-Lösung Order Manager im Jahr 2000 nutzt der Geschäftsbereich Automotive Aftermarket von Bosch diese internationale B2B-Plattform in Spanien und Portugal. So werden sämtliche Prozesse der Auftragsabwicklung, von der Verfügbarkeitsanfrage bis zum Versand von steuerkonformen elektronischen Rechnungen ständig optimiert. Jose Juan Mota Sanchez, der auf mehr als 20 Jahre als E-Commerce-Verantwortlicher bei Bosch zurückblickt, erläutert die Vorteile der Branchenlösung von TecAlliance und spricht über die aktuellen Entwicklungen auf dem iberischen Markt.

Bosch ist seit 1908 in Spanien vertreten und verfügt dort derzeit über rund 20 Standorte mit rund 8.650 Mitarbeitern. Der TecAlliance Certified Data Supplier bietet in Spanien und Portugal rund 120.000 verschiedene Referenznummern an. Bosch war einer der ersten Teilehersteller, der sich im Jahr 2000 an die B2B-Plattform Order Manager (damals: TecCom) anschloss. Mit dieser Lösung können Großhändler Preise und Verfügbarkeit von Ersatzteilen prüfen und diese direkt elektronisch bestellen – rund um die Uhr und ohne dass sie jemanden anrufen oder eine E-Mail schreiben müssen.

Gemeinsame Pionierarbeit

„Ich erinnere mich noch an die Zeit, bevor wir den Order Manager benutzten, als alle Anfragen und Bestellungen per Telefon, Fax oder sogar per Brief eingegangen sind. Die Prozesse waren so ineffizient, nahmen viel Zeit in Anspruch und natürlich traten bei der manuellen Eingabe von Zahlen etc. viele Fehler auf“, sagt Jose Juan Mota Sanchez, E-Commerce-Verantwortlicher bei Bosch.

„Im Jahr 2000 begannen wir mit einem ersten Pilotkunden in Spanien. In den nächsten drei, vier Jahren besuchte ich mit Claude Lotrian von TecAlliance persönlich unsere Kunden in Spanien und Portugal. Wir erklärten ihnen die Vorteile von E-Commerce und der elektronischen Bestellabwicklung, zeigten ihnen die Software und halfen ihnen sogar bei der Installation. Und unsere Bemühungen haben sich gelohnt: Im Jahr 2002 wurden 25 Prozent der Bestellungen elektronisch übermittelt, 2005 bereits mehr als 50 Prozent und seit 2010 werden 94 Prozent aller Bestellungen über den Order Manager abgewickelt“, erklärt er.

Auch Claude Lotrian, Vice President Data Manager Trade bei TecAlliance, denkt gerne an diese Pionierzeiten zurück: „Damals, im Jahr 2000, war die Idee einer B2B-Plattform für die elektronische Auftragsabwicklung, die alle Teilehersteller mit allen Käufern im internationalen Kfz-Ersatzteilmarkt verbindet, wirklich neu und irgendwie revolutionär. Und wie immer, wenn es um völlig neue Ideen und bahnbrechende Veränderungen geht, waren nicht alle von den Vorteilen überzeugt. Viele Großhändler standen dem E-Commerce skeptisch gegenüber“, erinnert er sich.

„Für uns war es ein großer Vorteil, dass unsere Aktionäre starke und einflussreiche Unternehmen wie Bosch waren. Sie waren von unserer Vision überzeugt und unterstützten uns. Tatsächlich war ihr Engagement ein wichtiger Faktor für unseren Erfolg. Ich habe die Zusammenarbeit mit Fachleuten wie Herrn Mota Sanchez immer sehr geschätzt, weil sie uns Zugang zu den Großhandelskunden ermöglicht und uns geholfen haben, andere Teilehersteller von den Vorteilen unserer Branchenplattform zu überzeugen“, betont Claude Lotrian.

Von der Bestellung bis zur Rechnung

Die Digitalisierung der Prozesse im Order Management war für Bosch ein großer Erfolg. Die Optimierung setzte viele Ressourcen frei, die genutzt wurden, um den Kunden noch besseren Service zu bieten. Für die Großhändler wurden neben der Bestellabwicklung vor allem die so genannten Reverse Messages, d.h. elektronische Auftragsbestätigung, Lieferavis und Rechnung, immer wichtiger.

„Die Verfügbarkeitsabfrage ist für unsere Kunden besonders wichtig, weil sie diese Information immer häufiger in Echtzeit benötigen. Die Werkstätten üben großen Druck aus und bestellen manchmal bei mehreren Großhändlern gleichzeitig. Die Schnelligkeit der Lieferung ist in unserem Markt von größter Bedeutung. Um in diesem Umfeld mithalten zu können, müssen die Großhändler sofort wissen, ob ein Teil verfügbar ist. Sie geben eine Expressbestellung auf und brauchen eine genaue Aussage, wann die Ersatzteile geliefert werden. So können sie die weitere Bearbeitung der Lieferung genau planen, um die Lieferzeit zu verkürzen“, erklärt Jose Juan Mota Sanchez.

Seit zehn Jahren versendet Bosch in Spanien und Portugal auch steuerkonforme elektronische Rechnungen über das Order Manager-Modul e-Invoicing. „Heute bekommen fast alle unsere Kunden elektronische Rechnungen von uns. Dadurch konnten wir den Papierverbrauch drastisch reduzieren, was gut für die Umwelt ist und auch Kosten spart. Unsere Kunden erhalten die Rechnung sofort, und sie können die elektronische Rechnungsstellung auch in ihr ERP-System integrieren, was ihnen noch mehr Vorteile bringt“, sagt Jose Juan Mota Sanchez.

Bereit für neue Herausforderungen

Laut Jose Juan Mota Sanchez werden Elektromobilität, Konnektivität der Fahrzeuge und autonomes Fahren für die tiefgreifendsten Veränderungen im Automotive Aftermarket sorgen. „Aber auch das zunehmende Alter des Fahrzeugbestands in Spanien und Portugal ist ein großes Thema: Das Durchschnittsalter liegt jetzt bei mehr als 12 Jahren! Wir müssen den Fahrzeugbestand modernisieren, um die Sicherheit zu erhöhen und die Emissionen zu reduzieren und so die negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern“, betont er.

Er ist auch davon überzeugt, dass es im iberischen Kfz-Ersatzteilmarkt noch großes Potenzial für Prozessoptimierung und Digitalisierung gibt. „Unser Sektor ist in einigen Aspekten immer noch traditionell. Wir müssen die digitale Transformation unbedingt weiter vorantreiben. Wir bei Bosch wollen nicht nur Hardware, sondern auch Software und Lösungen anbieten, die die Wettbewerbsfähigkeit des Kfz-Ersatzteilmarktes steigern. Agilität wird zu einer Notwendigkeit, um in der digitalen Welt zu überleben und zu wachsen, und wir freuen uns, dass sich auch TecAlliance zu einer agilen Organisation entwickelt hat“, sagt er.

Seit Ende 2018 wurde die Business Unit Order Manager von TecAlliance nach den Prinzipien der Agilität komplett umstrukturiert. Funktionsübergreifende Teams arbeiten an der Weiterentwicklung und Verbesserung der Lösung Order Manager. Sie sind näher am Kunden und bringen innovative neue Funktionen viel schneller auf den Markt.

„TecAlliance hat unsere E-Commerce-Strategie immer optimal unterstützt. Wir hatten schon am Anfang eine fantastische Unterstützung und jetzt gilt das umso mehr. Wir wissen, dass wir uns immer auf die TecAlliance-Mitarbeiter verlassen können und dass sie alles daran setzen, uns zu unterstützen, wenn mal ein Problem auftritt. Wir freuen uns sehr darauf, auch alle neuen Herausforderung Herausforderungen gemeinsam mit unserem langjährigen Partner anzugehen“, so Jose Juan Mota Sanchez.