Aftermarket 2025+: Wichtige Einblicke von Roland Berger

Beim diesjährigen TecCom Community Meeting DACH 2025 trafen sich die Teilnehmer, um die sich entwickelnde Landschaft des Automotive Aftermarkets zu erkunden. Einer der wichtigsten Höhepunkte war der aufschlussreiche Vortrag von Maximilian Wegner, Principal bei Roland Berger, mit dem Titel “Automotive Aftermarket 2025+: Challenges and Opportunities”.”

In seiner Präsentation präsentierte Maximilian Wegner detaillierte Marktdaten, die zeigen, dass der europäische Kfz-Ersatzteilmarkt weiter wächst, wenn auch nicht mehr in dem rasanten Tempo wie in den Vorjahren.

Nach der Analyse von Roland Berger wird der Markt von rund 52 Mrd. EUR im Jahr 2019 auf etwa 79 Mrd. EUR im Jahr 2030 ansteigen, wobei für den Zeitraum 2025-2030 eine jährliche Wachstumsrate von etwa 2,3% prognostiziert wird.

Maximilian Wegner von Roland Berger beim TecCom Community Meeting

Gleichzeitig wächst der Fahrzeugbestand weiter und wird bis 2030 voraussichtlich rund 390 Millionen Fahrzeuge erreichen, während das Durchschnittsalter der Fahrzeuge weiter steigt - von 10,5 Jahren im Jahr 2019 auf voraussichtlich 13,6 Jahre im Jahr 2030.

Mit diesem Wachstum geht eine spürbare Zunahme der Marktkomplexität einher. Wegner hob mehrere Faktoren hervor, die dazu beitragen: ein wachsender Mix verschiedener Antriebsstrangarten, rasante Fortschritte bei ADAS-Technologien, strengere Nachhaltigkeitsanforderungen, der Markteintritt neuer OEMs (darunter mehrere aus China) und der steigende Anteil von Leasing- und Flottenfahrzeugen. All dies führt zu mehr Teilevarianten, höheren Erwartungen an die sofortige Verfügbarkeit, einer breiteren Palette von Qualitäts- und Preisoptionen und einem zunehmenden Druck auf die Margen und Betriebsabläufe in der gesamten Branche.


Steigende Komplexität trifft auf digitale Chancen


Um diese steigende Komplexität zu bewältigen, sind Digitalisierung und Datenanalyse wichtiger denn je. Wegner betonte, dass Prognosen eine zentrale Rolle spielen. Im Vergleich zu anderen Branchen ist die Prognosegenauigkeit im Automotive Aftermarket aufgrund der enormen Anzahl von Teilen, schwankenden Nachfragemustern und der großen Produktvielfalt traditionell geringer. Ungenaue Prognosen können zu kostspieligen Ineffizienzen führen, die von überschüssigen Lagerbeständen bis hin zu entgangenen Absatzchancen aufgrund von Lieferengpässen und erheblichen Kosten in der Lieferkette reichen.


Der Schlüssel liegt in der vollständigen Nutzung von Daten über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg, von OEMs und Zulieferern bis hin zu Händlern, Werkstätten und sogar Fahrzeugbesitzern. Nur wenn diese Daten richtig ausgewählt, bereinigt und verarbeitet werden, können Unternehmen genaue Bedarfsvorhersagen treffen, effizienter arbeiten und ihren Kunden einen besseren Service bieten.


Laut Wegner erfordert die Beherrschung der Komplexität und die Steigerung der Leistungsfähigkeit der Wertschöpfungskette im Automotive Aftermarket die Konzentration auf drei Schlüsselbereiche:

  • Bessere Prognosen - eine genauere Vorhersage der Nachfrage, um die Verschwendung zu verringern und die Verfügbarkeit zu verbessern.
  • Optimierte Logistik - Rationalisierung der Lieferketten für eine schnellere und effizientere Lieferung.
  • Datengesteuerte Operationen - Erkenntnisse und Analysen nutzen, um bessere und schnellere Geschäftsentscheidungen zu treffen.


Eine gemeinsame Vision für einen sich entwickelnden Markt


Das TecCom Community Meeting DACH 2025 hat einmal mehr den Wert der Zusammenarbeit und des Wissensaustauschs innerhalb des unabhängigen Aftermarkets gezeigt. Die Keynote von Roland Berger machte deutlich, dass die Zukunft zwar mehr Komplexität mit sich bringt, aber auch spannende Möglichkeiten für Innovation, digitale Transformation und engere Branchenpartnerschaften bietet.


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